Gesellschaftliche Transformationen: Gegenstand oder Aufgabe der Technikfolgenabschätzung?

NTA8: Achte Konferenz des Netzwerks TA

Die achte Konferenz des Netzwerks TA (NTA8) wurde vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI organisiert und fand vom 7. bis zum 8. November 2018 im Bürgerzentrum „Südwerk“, Henriette-Obermüller-Straße 10 in Karlsruhe statt.

Am Vortag der NTA8, am 6. November, fand u.a. der 7. openTA-Workshop sowie das Jahrestreffen des Netzwerks TA statt. Veranstaltungsort war das Fraunhofer ISI, Breslauer Straße 48, Karlsruhe.

Nach der Konferenz möchten wir auf die Open TA-Webseite mit ihren Blogeinträgen - insbesondere auf den "NTA8-Splitter" mit dem Beitrag von Ulrich Riehm und auf den Blogeintrag "Einladung zur NTA8 nach Karlsruhe" mit einem Beitrag von Nils Heyen  - hinweisen.

Das Programm der achten NTA-Konferenz sowie der verschiedenen TA-Veranstaltungen am Vortag kann hier heruntergeladen werden.

Die Abstracts der NTA8-Beiträge stehen im Abstract-Band zur Verfügung und können hier heruntergeladen werden.

Über die NTA8

Das Netzwerk Technikfolgenabschätzung (NTA) lud vom 7.-8. 11.2018 ins Bürgerzentrum "Südwerk" in Karlsruhe ein, das Thema "Gesellschaftliche Transformationen" zu diskutieren. Der Begriff „Transformation“ bezeichnet den tiefgreifenden Umbau gesellschaftlicher Strukturen und Verhaltensmuster. Dazu gehören beispielsweise Veränderungen in den Bereichen Energie, Verkehr, Produktion und Landwirtschaft, die auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit abzielen. Aber auch technologie- und marktgetriebene Umwandlungsprozesse werden als Transformationen bezeichnet, hier wird vor allem die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft intensiv diskutiert. Solche Transformationsprozesse sind gekennzeichnet durch ihren Querschnittscharakter, ihre Multidimensionalität, sektorübergreifende Abhängigkeiten, weite Zeithorizonte sowie folgenreiche Eingriffe für den Einzelnen und die ganze Gesellschaft.
Deshalb können Transformationsprozesse auch Gegenstand der Technikfolgenabschätzung (TA) sein: Deren Selbstverständnis ist, Orientierungswissen über Chancen, Risiken und Folgen der Veränderungen zu generieren sowie über die gesellschaftliche Akzeptabilität der daraus folgenden sozio-technischen Entwicklungen zu reflektieren. Neben der überwiegend analytisch-distanzierten Forschung, die vor allem der Beratung von politischen Entscheidungsträgern dient, eröffnen sich weitere Fragestellungen und Tätigkeitsfelder für die TA: Welche Rolle spielt der Bezug zu übergreifenden Transformationen bisher in der TA? Wie kann und soll sich TA in die aktive Mitgestaltung transformativer Governance einbringen? Bis zu welchem Grad soll sich TA normative Zielvorgaben zu eigen machen und zugleich ihr kritisches Reflexionspotenzial ausschöpfen? Diese und verwandte Veränderungsprozesse waren Anlass für die achte NTA-Konferenz, das Thema "Gesellschaftliche Transformationen" aus der Perspektive der TA näher zu betrachten.

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